Berichterstattung beendet!

Wo die Lügen zur Wahrheit werden, wird das Chaos zur Pflicht
War Ihnen langweilig am letzten Wochenende? Ja? Dann hätten Sie mal den Fernseher anschalten und - auch schon in den letzten Monaten - Zeitung lesen sollen. Da konnte einem gar nicht langweilig werden. Denn die Medien haben sich mal wieder eine Auszeit genommen, um beim Thema Chaos-Tage so richtig die Sau raus zu lassen.
Und wie sie wieder die Sau rausgelassen haben. Fein haben sie das gemacht, das mit dem Chaos und so. MUAHAAHAH! Wie immer wurde voneinander abgeschrieben, Informationen nicht oder nur halb recherchiert und ganz anders wiedergeben. Keine Information war sicher vor den eifrigen Journalisten. MUAHAAHAHHUHAU! Nicht einmal unsere Berichte konnten wir geheim halten.
Und gerade in diesem Fall waren es eigentlich ihre eigenen Berichte. Die alten, verstaubten und verfälschenden Artikel zum Thema Chaos-Tage. Denn den gleichen Mist und die gleichen Unwahrheiten haben sie schon vor Jahren erfunden (siehe Text in der rechten Spatlte) ... GRÖHL!!! ... Und nun können sie ihre eigenen Lügen plötzlich nicht mehr von dem eigentlichen Thema Chaos-Tage trennen. Vor allem haben sie hinreichend dafür gesorgt, dass andere Menschen diese Lügen nicht mehr davon zu trennen wagen.
Zitat www.chaostage.de:
Seit 1995 - den "Chaos-Tagen von Oldenburg" - dient das Thema Chaos-Tage ausschließlich als Gruselkabinett für alle, die es brauchen. Ein Punk-Treffen ist es nicht mehr. Das wissen auch die meisten Punks.Wenn dann aber doch ein paar Punk-Kids ein Flugblatt fabrizieren, ein paar knallige Parolen draufschreiben und zu Chaos-Tagen nach Irgendwo aufrufen, dann erinnern sich Medien, Politik und Polizei immer nur an ihre Ängste, aber nie daran, wie sie immer wieder in die Wüste geschickt wurden. Hinterher behaupten sie natürlich immer souverän und jovial, die Punks hätten "schlappgemacht" (FOCUS) oder seien an der "Festung München abgeprallt" (BILD), aber eigentlich schwingt hier nur die Enttäuschung über das entgangene blutige Szenario mit.
Sogar den ausgemachten Schwachsinn von Schutt und Asche haben sie dieses Jahr zum wiederholten Mal verbraten. Und diese Legende hatten gerade die Medien sich 1994 selbst einfallen lassen. Unter jedem Text, unter jedem Artikel und unter jeder Kurzmeldung zum Thema Chaos-Tage ... der Hinweis auf Schutt und Asche ist immer mit dabei. Dementsprechend stimmen die Damen und Herren Journalisten die Menschen - schon Monate zuvor - auf das, von ihnen ins Leben gerufene, Schreckensszenario ein. Alles Spekulationen, Skandalvermutungen und seriöse Analysen - entstanden auf der Grundlage ihrer Lügen. Genau wie unsere Berichte!
Sie bekommen seit Jahren immer die Informationen, die sie verdient haben. Sie suchen sich ihre Hinweise aus ihrem eigenen Müll heraus. Und nun, zu allem Überfluß, auch aus dem Internet heraus. Zumal sie genau wissen, dass doch „jeder ‚Schwachkopf" etwas ins Internet stellen“ kann „und man könne das glauben oder nicht“. Aber sie tun es trotzdem. Und wenn sie dann ihren eigenen Dreck zu lesen bekommen, ist es nicht weit her mit der Fähigkeit, zwischen Wahrheit und eigener Lüge zu unterscheiden.
Im Grunde scheint ihnen das sogar vollkommen egal zu sein. Denn was sie dann, wenige Augenblicke später, in den Zeitungen veröffentlichen und im Fernsehen zeigen, wird von allen da draußen, die sich blind informieren lassen, als Wahrheit aufgesogen. Getreu dem Motto der gierigen Meute: Schließt uns ein, der Wahnsinn wird toben – und berichtet uns das, wofür wir Euch loben. MUAHAAHAH!!!
MUAAHAHU! Die Medien haben doch dieses riesige Chaos erst zum Leben erweckt. Weil sie dieses Chaos aus Dreck und Informationsmüll jedem - Tag für Tag - in die Gehirnwindungen blasen. Ob man es nun hören will oder nicht. Denn sie, die Medien haben angeblich die Wahrheit im Griff. Die Wahrheit ... MUHAHAHAUU ... die Wahrheit ... ROTFL !!!!
Dabei sollte man eigentlich meinen, dass auch Journalisten lernfähig sind. Aber nein, sie tun es immer und immer und jedes Jahr wieder. MUAHAAHAH! Schon jetzt, mitten in den Jubel-Berichten über den Sieg über das Chaos, über den Sieg der Freiheit, legen sie die Brandsätze für die nächsten Chaos-Tage. In jedem Artikel schiebt man nochmal den berühmten Absatz hinterher. Punks, Chaos, Schutt und Asche, Gewalt.
MUAHAAHAH!! Und genau damit liefern sie die Werbung für solche Szenarien gleich mit. In jedem ihrer Artikel steckt die perfekte Reklame für erneute Chaos-Tage. Vielleicht in ein, zwei oder drei Jahren?? Keiner kann das wirklich sagen. Aber die Medien sorgen dafür, dass die Leute, seien es Punks, Skins, Banker oder Hausfrauen, in wenigen Wochen nur noch genau diese Katastrophen-Begriffe in ihrem Kopf behalten. Und sie werden auch das nächste mal wieder für entsprechende Verwirrung, für Chaos sorgen.
Und dann wird das große Fressen wieder losgehen. Alle werden wieder von vorne damit anfangen. Alle werden wieder den eigenen, alten Dreck als neue, brandheiße Information verkaufen. Unter Berufung auf die Erfahrungen aus der Vergangenheit.
Ist das nicht irre? Im Internet könne man „das ja glauben oder nicht“. Aber in den Zeitungen und im Fernsehen, da wird es dann auch in den nächsten Jahren zur Wahrheit werden. MUAHAAHAH!!
Unersättlich hangeln sich die Medien immer wieder von einer Katastrophe zum nächsten Skandal. Bis in alle Ewigkeit. Und die Wunderwaffe von Karl Nagel, das CROCODOM (an dieser Stelle geht noch ein herzlicher Dank an Karl Nagel für die überaus lustige Zusammenarbeit), wird ihnen noch viele blutige, wahre, falsche, unglaubliche, vor Ekel triefende und brutale Sensationen bescheren.
HINTERGRUND:
Schon damals, 1994 in Hannover, erfanden die Medien die Legen der "Schutt und Asche - Flugblätter", die es damals nicht gegeben hat, die aber heute immer noch für alles, im Zusammenhang mit irgendwelchen Chaos-Tagen, herhalten müssen. Lügen, Verfälschen, Halbwahrheiten - ein bunter Mix aus dem ständigen Nicht-Informiertsein der Journalisten zum Thema Chaos-Tage und der nötigen Sensationsgeilheit Anfang August eines jeden Jahres.
Durch das ständige Wiederholen der angeblichen "Schutt und Asche"-Parole von 1994 haben die Medien immer wieder dafür gesorgt, das die Chaos-Tage im öffentlichen Bild nicht mehr von Gewalt und Chaos zu trennen sind. Und das, obwohl 1994 rein gar nichts passiert ist. Aber das Verhaften von 200 Punks in der Hannoveraner Innenstadt war so ganz ohne reißerische Meldung einfach zu langweilig. Und selbst als man die Vertreter des informierenden Gewerbes mal darauf ansprach und sie darauf stieß, bei der Polizei nach diesen Flugblättern zu fragen … taten sie nichts. Weil sie es nämlich nicht interessierte. "200 Punks wollten ganze Stadt in Schutt und Asche legen" klingt eben eindeutig besser als: "200 Punks beim Biertrinken verhaftet."
1995 machten sich dann die Punks den Spaß und lieferten die Chaos-Parolen den Medien frei Haus. Und die Journalisten griffen sie bereitwillig auf. Selbst Flugblätter, auf denen "FÄLSCHUNG" oder "VERARSCHUNG" stand, wurden hemmungslos und sensationsgierig verwertet. Unbekümmert peitschte man das Schreckenszenario durch sämtliche Zeitungen, Radio und TV-Stationen und machte damit die Chaos-Tage für unzählige Jugendlichen erst so richtig interessant. Und da waren natürlich einige darunter, die nicht nur Feiern wollten, wie die 200 Punks im Vorjahr. Karl Nagel hat sich ja schon ausgiebig über dieses Phänomen ausgelassen.
Redaktion www.chaostage2002.de
Initiative Freie Medien
www.netzmuetze.de
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