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Initiative Freie Medien: „Wir dürfen unsere Augen vor der Gefahr nicht verschließen!“

Die Emails an unsere Redaktion mehren sich, die Gästebuch-Einträge nehmen zu und häufig wird an uns auch die Frage herangetragen, was denn die Intention zu diesen beiden Webseiten www.chaostage2002.de und www.chaostage-muenchen.de gewesen sein mag.
Die Redaktion und die Initiative Freie Medien werden hier versuchen, kurz die Sachlage zu umreißen.
Nach den letzten schlimmen Chaos-Tagen im Jahr 1995 schien Ruhe eingekehrt zu sein. Ruhe in die Stadt Hannover und vor allem Ruhe in die nationale Punkerszene. Doch man kam nicht umhin festzustellen, dass der Mythos Chaos-Tage – mal stärker, mal weniger stark – aber immerhin jährlich an den verschiedensten Orten zum Programm der ortsansässigen Punker gemacht wurde.
Im letzten Jahr (2001) fand die Punkrock-Party zum ersten Mal in zwei Städten zur gleichen Zeit statt und schon während der ersten August-Tage verbreiteten sich in Windeseile Gerüchte von Chaos-Tagen in München und in Essen für das Jahr 2002.
Hauptpunkt unserer Überlegung war also, wie wir relativ frühzeitig und vor allem seriös über die Gefahr einer Neuauflage von sogenannten Doppel-Chaos-Tagen berichten und informieren können. Und da das Internet immer größere Bedeutung bei der Informationsverteilung bekommt, fassten wir den Entschluss, die Ergebnisse unserer Recherchen und auch die Hinweise, die uns nun erreichten, auf der Webseite www.chaostage2002.de zu veröffentlichen. Dass nun mittlerweile höchstwahrscheinlich nur noch München als geplanter Treffpunkt gehandelt wird, konnten wir nicht voraus sehen. Dennoch: Gerade jetzt nach der Bekanntgabe der Kanzler-Kandidatur von Edmund Stoiber bekommen die Worte „Chaos-Tage in München“ einen besonders brisanten Beigeschmack.
Vor allem wollen wir seriös, offen und schnell über das Thema Chaos-Tage berichten, daher auch die Anlehnung an das offizielle CSU-Layout unserer Webseite www.chaostage-muenchen.de. Unsere Grafiker haben hier versucht, die seriös-konservative Gestaltung der CSU-Webseite mit unserem schnellen und komfortablen Redaktionssystem zu verbinden, um auch auf dieser Webseite mit der größtmöglichen Effizienz zu arbeiten.
Wir verstehen diese beiden Webseiten als offene Informationsplattformen, auf denen jeder, der Hinweise und Gedanken zum Thema beisteuern möchte, diese auch veröffentlichen kann.
Selbstverständlich distanzieren wir uns von Chaos-Tagen und solchen Gewaltexzessen, wie wir sie leider allzu oft bei den Chaos-Tagen in der Vergangenheit beobachten mussten.
Aber wir dürfen unsere Augen vor der Gefahr nicht verschließen! Nur in einem offenen und ehrlichen Umgang miteinander können wir versuchen, der Gewaltspirale zu entgehen. Dazu gehört aber auch, dass wir wirklich alle Hinweise und Wortmeldungen auf dieser Webseite stehen lassen – Aufrufe zu Straftaten natürlich ausgenommen.
Wir hoffen dass unser Angebot in Form dieser beiden Webseiten große Beachtung erfährt und dass wir damit zu einem fruchtbaren Dialog beitragen können. Ob Punker, Skinhead oder andere Jugendliche, ob Polizei- und Sicherheitsbeamte oder Münchener Bürger/in – alle sind dazu eingeladen, diese Plattform zum Informieren, Diskutieren oder zur Veröffentlichung von eigenen Texten zu nutzen.
Redaktion www.chaostage2002.de
Redaktion www.chaostage-muenchen.de
Initiative Freie Medien
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